Spüren wie Trance entsteht

Im folgenden lade ich Sie ein, die zwei wesentlichen Bestandteile von Hypnose selbst einmal zu erfahren. Dabei handelt es sich erstens um die Erfahrung von Trance und dann um die Vorstellung einer positiven Erfahrung von sich selbst:

  
Wenn Sie es einmal kurz an sich selbst erproben wollen, wie Trance
entsteht, konzentrieren Sie sich eine Weile auf den Mittelpunkt dieses Bildes.


Sie werden unwillkürliche Veränderungen in der Wahrnehmung registrieren, je stärker Sie sich darauf konzentrieren.

Diese sich von innen heraus gestaltende Dynamik lässt Sie eine Beweglichkeit des Bildes erleben.
Es ist ein Kennzeichen eines beginnenden Trancezustands.


Emotionale Erfahrung vergegenwärtigen

 Wann haben Sie zum letzten Mal von Herzen gelacht oder sich richtig wohl gefühlt?

Blicken Sie einmal eine Weile sinnierend zurück und forschen Sie nach einer konkreten Situation, an die Sie sich gut erinnern können. Vielleicht war es in einem Urlaub oder an einem Geburtstag oder an einem Abend mit guten Freunden.
  


   Wenn Sie eine solche Situation gefunden haben, dann fangen Sie die Erinnerung ein und vergegenwärtigen sich Bilder der Situation sowie dieses Gefühl, wie Sie es damals empfunden haben.

Wenn Sie wollen, schließen Sie dazu einmal für 2-3 Minuten die Augen. Spüren Sie, wie es sich angefühlt hat, richtig gut drauf zu sein.

Grundelemente der Hypnose-Therapie


Wenn Sie die beiden vorangegangenen Angebote zum Selbsttesten durchgeführt und etwas davon erleben konnten - nämlich einen Trancezustand im ersten und eine Vorstellung bzw. eine (eigenbiografische Imagination) im zweiten Durchgang - dann möchte ich Ihnen an dieser Stelle bereits gratulieren! Sie sind sehr gut suggestibel und verfügen bereits über eine "Imaginationsfähigkeit". Das bedeutet, dass Sie ohne Weiteres für die Methode der Hypnosetherapie zugänglich sein können, wenn Sie es wollen.

Suggestibilität

Die sogenannte "Suggestibilität" ist durchaus nicht für jede Person gleichermaßen vorhanden; wie die Forschungsergebisse dazu zeigen, scheint sie sich in der Bevölkerung etwa normal zu verteilen. Das bedeutet, es gibt Menschen, die darauf sehr gut ansprechen, andere die sich weniger darauf einlassen können oder wollen - und ein breites Feld von Menschen (ca. 67 %), die sich im mittleren Bereich bewegen.

Imaginationsfähigkeit

Die mentale Fähigkeit, Vorstellungen bildlich vor dem inneren Auge entstehen zu lassen, ist in einem gewissen Maße auch durch Übung aufzubauen bzw. zu verbessern möglich. Übrigens ist die Imaginationsfähigkeit bzw. die Fähigkeit Vorstellungen zu bilden nicht alleine auf die visuelle Ebene, also auf das Erleben von Bildern beschränkt, sondern  Imaginationen können (müssen aber nicht) sich grundsätzlich auf allen Sinnesmodalitäten abbilden. Nach dem visuellen ist der am stärksten repräsentierte Sinn wie das Hören (Auditive Ebene) zu nennen, aber auch Körpergefühle, das Tasten, Beweglichkeit und das Riechen und Schmecken spielen bei intensiv erlebten Imaginationen ein Rolle im Erleben. Das gestaltet sich individuell. 

Soviel zur Wirkungsweise


Das Gehirn und andere Steuerungszentren des menschlichen Organismus lassen sich u.a. und vereinfacht gesagt  auch in digitale und analoge Funktionen unterteilen.

Die typischen schwerpunktmäßig eher digitalen Funktionen sind z.B. die Steuerung der motorischen, sprachlichen und analytisch-rationalen Fähigkeiten - während analoge Funktionen sich aus den Bereichen oder Vernetzungen ableiten, die ein bildhaftes Erleben, Emotionen  und Kreativität sowie Einfühlungsvermögen (Empathie) transportieren und gleichermaßen das Handeln des Menschen beeinflussen. Das schließt auch die Art und Weise mit ein, mit sich selbst bzw. mit eigenen Emotionen umzugehen.

Diese analogen Funktionen wie die mentale Fähigkeit, Vorstellungen bildlich vor dem inneren Auge entstehen zu lassen (Imagination), sind daher sehr eng mit Emotionen und emotionalen Erfahrungen und zugleich auch mit (häufig digitalen)Bewertungsprozessen, also persönlichen Einstellungen und inneren Glaubenssätzen verbunden.

Die therapeutische Hypnose erzeugt zunächst gezielt einen Trancezustand und erreicht damit einen unmittelbaren Zugang zu den analogen Funktionen; sie nutzt Imaginationen gezielt, um therapeutische Ziele im Inneren der Psyche zu transportieren; man kann auch sagen ... um die vorhandenen Selbstheilungskäfte gezielt zu aktivieren.

Es ist also nicht der Hypnose-Therapeut, der hier "Wunder vollbringt", sondern der Patient selbst macht das; es werden seine oder ihre Selbstheilungskäfte im Inneren gezielt angesprochen bzw. ausgerichtet. Der Hypnose-Therapeut ist lediglich der hoffentlich qualifizierte und erfahrene Begleiter in diesem durchaus komplexen Prozess. Insofern bildet die Person des Hypnose-Therapeuten, seine oder ihre Persönlichkeit, die Ausbildung und die klinische und psychotherapeutische Erfahrung einen gewichtigen Beitrag, ob und wie die Hypnose-Behandlung wirkt.

Zur Sicherung der Qualität zertifiziert die Deutsche Gesellschaft für Hypnose ( D G H ) ausschließlich Approbierte, Diplom-Psychologen und Fachärzte in einem aufwändigen und anspruchsvollen Curriculum. Alle zertifizierten
Hypnose-Therapeuten haben einen beständigen bzw. zweijährigen Nachweis zur Weiterbildung vorzulegen - und diese zertifizierten Hypnotherapeuten werden auf einer Therapeutenliste aufgeführt.

Meine Behandlungen nach der "klinischen Hypnose" erfolgen nach Termin in meiner Hypnosepraxis Bad Homburg oder in meiner Hypnosepraxis Gießen