Klinisch therapeutische Anwendungen

Nachfolgend ein Überblick über die typischen bzw. häufigsten Anwendungsfelder von "Klinischer Hypnose".   Weitere spezifischere Informationen erhalten Sie anhand von ausgewählten klinisch therapeutischen Fallbeispielen

Erfolge bei ...

Psychosomatischen Störungen: Werden durch die medizinische Untersuchung keine körperliche Erkrankung oder Ursachen festgestellt, handelt es sich in aller Regel um eine Psychosomatische Reaktion oder Erkrankung. Alle Psychosomatischen Störungen lassen sich grundsätzlich gut  über Hypnose positiv beeinflussen.  Sehr häufig sind Symptome, Schmerzen und sogar Tinnitus sehr schnell innerhalb weniger Sitzungen gelindert oder treten ganz zurück. Dennoch ist mit Blick auf Nachhaltigkeit zu beachten, dass Symptome sich verschieben oder wiederkehren können, solange die Ursachen nicht bearbeitet und durchgearbeitet sind. Und die Behandlung bzw, das Durcharbeiten der Ursachen einer über Jahre aufgebauten Psychosomatischen Erkrankung bei Erwachsenen dauert erfahrungsgemäß eher lange.

Schmerzbehandlungen: Relativ schnelle Erfolge lassen sich erreichen bei allen Formen von Schmerzen.  Psychogene Schmerzen wie z.B. Spannungskopfschmerzen können mindestens gelindert, häufig auch dauerhaft aufgelöst werden; bei chronischen oder somatisch bedingten Schmerzen wie z.B. Polyneuropathie (Schmerzen bei Nervenschädigungen) kann Hypnose zwar die Ursachen bzw. die physische Basis der geschädigten Nerven nicht wiederherstellen, aber dennoch kann durch eine Behandlung in jedem Fall  eine Linderung der Schmerzen erreicht werden. Polyneuropathie entsteht häufig in Zusammenhang mit Diabetes 2, dem sogenannten "Alterszucker".  Imposant zeigt sich die kraftvolle Wirkungsweise von Hypnose bei Zahn- und kieferchirurgischen Eingriffen. Dort ist ohne chemisch basierte Narkose eine schmerzfreie Operation durchführbar. Hypnose wird in der Praxis gerade bei Unverträglichkeiten oder bei erhöhten Risiken mit Narkose-Substanzen erfolgreich eingesetzt.

Behandlung von Trauer (-schmerz): Ein Trauerprozess wie er etwa häufiger bei Verlust eines Lebenspartners oder Kindes eintritt, ist an sich noch keine Krankheit (sondern eben ein Trauerverarbeitungsprozess) und löst sich nicht kurzfristig auf , sondern erfordert im Durchschnitt etwa 1,5 Jahre einer Bewältigung und Neuorientierung. Dennoch ist in dieser Phase erfahrungsgemäß ein deutliches Risiko gegeben, dass die Trauerverarbeitung nicht wirklich in der Tiefe vollzogen bzw. durchgearbeitet wird und der betroffene Mensch dann schleichend in eine Depression abgleitet. Spätestens dann geschieht etwas, das mit der Entwicklung von eindeutigen körperlichen und psychischen Symptomen einhergeht. Es passiert auch nicht selten, dass der Trauerschmerz als solcher nicht wirklich gespürt sondern von innen heraus blockiert wird und sich damit einhergehend "depressive Symptome" einschleichen und manifestieren. Wichtig: Die übliche ärztliche Verordnung von Medikamenten ersetzt keinen Prozess der Trauerverarbeitung und birgt eher die erhöhte Gefahr einer Gewöhnung an Depression und Medikamente. Hypnose hingegen kann hier effektiv und relativ schnell, zuweilen bereits innerhalb weniger Sitzungen spürbar helfen. 

Behandlung von Stress-Symptomen: Relativ schnell spürbare Verbesserungen lassen sich auch erreichen bei allen somatoformen Anspannungen oder Beschwerden im Rücken-Wirbelsystem oder auch bei Hörstürzen und Tinnitus (Hörgeräusche). Hierbei wird von mir eine Form der Selbsthypnose vermittelt, die mit Unterstützung einer individuell angelegten CD (keine Standard Entspannungs-CD) autonom zuhause angewendet werden kann. 

Burnout:Die Behandlung eines fortgeschrittenen "Burnout-Syndroms" hingegen erfordert wie bei den psychosomatischen Erkrankungen ein umfassenderes Behandlungskonzept und damit auch eine längere Behandlungszeit, ggf. zuerst einen stationären Aufenthalt in einem guten Sanatorium; das schließt neben der Hypnose auch andere methodische Ansätze, z.B. eine Gesprächspsychotherapie und Körpertherapie mit ein. Das Behandlungskonzept biete ich Ihnen an in 2-3 Sitzungen gemeinsam  zu entwickeln. Den Kontakt zu einem guten spezialisierten Sanatorium für eine vorangehende stationäre Behandlung mit Abrechnung auch über gesetzliche Kassen kann ich herstellen. 

Behandlungen von Angst im Mittelpunkt"

Behandlung von Angststörungen/Panikattacken: Angst erlebt grundsätzlich jeder gesunde Mensch und Angst hat sogar positive lebenswichtige Funktionen. Wenn aber das Maß des Angsterlebens und die Situationen, in denen größere Angst erlebt wird, sich ausweiten, dann entsteht ein Behandlungsbedarf. 

Das Spektrum von Angststörungen reicht von Prüfungs- oder Versagensangst bei leistungsdefinierten Situationen bis hin zu unspezifischen Panikattacken, von denen der Betroffene nicht weiß, woher sie kommen. 

Manifeste Panikattacken sind psychisch bedingt, dennoch werden sie von körperlichen Symptomen wie Druckgefühl auf der Brust, Atemnot, Herzrasen, Schwitzen und Zittern begleitet. Häufig wird eine Panikattacke vom Betroffenen anfangs als Herzinfarkt oder Schlaganfall fehlinterpretiert. Erst die ärztliche Prüfung schafft nach dem sogenannten "negativen körperlichen Befund" Klarheit darüber, dass es sich um psychisch bedingte Panikattacken handelt. Eigentlich handelt es sich im Vergleich zu einem tatsächlichen Herzinfarkt mit ähnlichen Symptomen um einen positiven Befund, da Panikattacken nicht wirklich lebensbedrohlich sind, auch wenn sie so vom Betroffenen erlebt werden; zudem sind Panikattacken vollständig heilbar. Eine Panikattacke kann von einigen Minuten bis im Extremfall zu einigen Stunden dauern. Meine Behandlung von Angststörungen bzw. Panikattacken ist eine Kombination von Gesprächspsychotherapie mit Hypnose. Die Ursachen-bezogene Behandlungsdauer ist eher mittelfristig anzulegen, eine Linderung kann häufig sehr schnell bereits nach einigen Sitzungen erfolgen.

Behandlung von traumatischen Erlebnissen: Traumatische Erlebnisse beeinträchtigen das innere Erleben und damit auch das gesamte Leben von Menschen. Bereits ein Beinahe-Verkehrsunfall kann sich traumatisch festsetzen und den Menschen dauerhaft in Panikattacken oder in ein defensives Verhalten hineinführen (Vermeiden von Autobahnen oder Brücken oder Stadtverkehr). Ebenso kann sich z.B. die (vollzogene oder drohende) Trennung vom Lebenspartner traumatisch festsetzen, abkapseln und Ängste auslösen, die eine befriedigende Lebensführung  blockieren.  Die Behandlung von traumatischen Erlebnissen in dieser Dimension sind gut mit Hypnose behandelbar und eher kurz- bis mittelfristig anzulegen. 

Behandlung von Traumata *(PTBS): Abzugrenzen von diesen oben beschriebenen Beispielen traumatischer Erlebnisse sind Traumata, die sich umfassender in den Symptomen und schwerwiegender in den beeinträchtigenden Wirkungen zeigen. Da solche Traumata erfahrungsgemäß zuweilen nicht zeitnah als solche erkannt bzw. diagnostiziert werden, können sie sich in unterschiedlichen Reaktionsformen und Symptomen verschieben und sind darin erst im therapeutischen Prozess wieder zu finden. Häufig finden sie sich in Phobien bzw. in Form von unspezifischen Panikattacken wieder. Mit Hilfe von Hypnose können bestehende Zusammenhänge in den tieferen Schichten unseres Bewusstseins hervorgeholt, erkannt und diagnostisch identifiziert werden.  Darin ist zugleich ein wirksamer Behandlungsansatz mittels Hypnose gegeben. Die Behandlung einer "Posttraumatischen Belastungsstörung" ist je nach Schwere als Langzeittherapie anzulegen. Das ergibt sich letztlich aus der Therapieentwicklung selbst.

*(PTBS) bezeichnet gleichermaßen in der Diagnostik "Posttraumatische Belastungsstörung" - diese tritt regelmäßig auf bei sexuellem Missbrauch an Kindern und bei Vergewaltigungen sowie bei anderem Gewalterleben als unmittelbar Betroffener (Opfer) oder auch als beobachtender Betroffener. Ebenso enstehen "Posttraumatische Belastungsstörung" häufig bei Unfällen, zuweilen auch bei schwer zu ertragenden Diagnosen oder eskalierenden Krankheitsverläufen.

Die typischen Anzeichen/Symptome eines aktiven Traumas (PTBS): 

- Wiederkehrende angstbesetzte Trauma-Erinnerungen als Flashbacks (innere Bilder) tagsüber oder in Form von Albträumen nachts

- Das Gefühl einer Vorahnung - so als ob das traumatische Erlebnis wiederkehren würde

- Umweltreize (sogenannte Trigger), die das Gehirn an eine traumatische Situation erinnern, traumatypische Stressreaktionen wie z.B. eine Panikattacke hervorrufen

- Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Schreckreaktionen, sexuelle Funktionsstörungen